Die Lünette C wurde 1860-63 gebaut und sicherte die Zufahrtsstraße(spätere Reichsstraße 1) zur Hauptfestung, die südlich um die Lünette herum geführt wurde. Als einzigste Lünette sicherten zwei zusätzliche Schützenkaponiere an den Wallflanken den nassen Graben vor einer Erstürmung. Der übrige Aufbau ist der Lünette B sehr ähnlich. Die Zufahrt führte im Gegensatz zur Lünette B links des Reduits entlang und die Werkspitze ist stärker ausgeführt.
Durch die ständige Erhöhung der Artilleriereichweite wurde die Lünette C relativ früh - wahrscheinlich um 1890 - nicht mehr militärisch genutzt und das Gelände an Privatunternehmen verkauft. Die Erdwälle wurden daraufhin niedergelegt und der Graben bis auf die Grabenkehle zugeschüttet. Das Reduit blieb erhalten und diente als Wohnhaus. In den 20er Jahren war auf den Gelände ein Bauunternehmen ansässig.

In den Abwehrkämpfen 1945 wurde auch die Lünette C in das Verteidigungssystem integriert. An der rechten Wallflanke sind Reste eines Grabensystem erkennbar. Vermutlich befand sich rechts vom Reduit eine Stellung für schweres MG oder Granatwerfer, die die Hauptstraße sichern sollte.

Eingangsbereich in der 1930er Jahren

Reduit in den 1930er Jahren

Deutsche Luftaufnahme vom April 1945.
Die Lünette C in Bildmitte

Kehlbereich der Lünette von ehemaligen Waffenplatz F aus gesehen.

Reste des Reduits

Reste der Toranlage.

Mauerreste der rechten Kehlseite

Reste des Stellungssystems an der rechten Kehlmauer

Heute befindet sich das Gelände überwiegend in Privatbesitz und kann nur bedingt betreten werden. Von der einstigen Lünette sind nur noch Reste der Kehlmauer und der Toranlage erhalten. Der linke Mauerabschnitt sogar noch in Originalhöhe. Das Reduit wurde im Krieg beschädigt und diente später als Steinbruch. Vom Stellungssystem aus dem II.Weltkrieg sind noch Fragmente erhalten.