Die 1860-63 errichtete Lünette D sicherte zusammen mit der älteren Rechten Flügellünette die nördliche Flanke der Festung.
Die Lünette hat die Form einer fünfeckigen halbrunden Route und ist als Einzige durch einem doppelten Wassergraben geschützt. Eine weitere Besonderheit ist ein Unterstand für die Geschützmannschaften im rechten Wallflügel. Für die Bereitschaftmunition waren dort zwei Munitionsnischen vorgesehen, die mit Stahltüren verschlossen werden konnten.
Wie lange die militärische Nutzung dauerte ist nicht bekannt, jedoch blieb die Lünette D auch weiterhin Teil der militärischen Planung. 1928 wurde das Reduit gesprengt um eine flachere Silouette zu bilden. Die Geschützstände sollten auch weiterhin als Artilleriestellung verwendet werden.
In den Abwehrkämpfen 1945 war die Lünette D schwer umkämpft und wurde bis zum Verschuß jeglicher Munition verteidigt. Bei den Kämpfen wurden das Munitionsmagazin zerstört und der Unterstand schwer beschädigt.

Nach 1945 wurde die Lünette D von Truppen der Sowjetarmee besetzt, die im linken Glacis Unterkünfte und einen schneckenförmigen Beobachtungsposten errichteten. Teile des linken Walls mit den Trümmern des linken Pulvermagazin wurden zum Bau eines Damm über den Wassergraben verwendet, da die hölzerne Zugbrücke im Krieg zerstört wurde. Reste der Zugbrücke sind bei Niedrigwasser sichtbar. Die Lünette D befindet sich im Privatbesitz und kann nur mit Genehmigung der Besitzer besichtigt werden.

Graben mit Resten der Brückenkonstruktuion

Fundamentreste des Eingangstores

Unterstand auf dem Wall

Rechter Wallflügel von der Grabenkehle